Work
17. März 2017

In der künstlerisch-fotografischen Arbeit im Fotostudio löse ich dann den Raum zwischen Individuum und Ort auf, indem ich beide auf eine Ebene bringe. Ich verbinde den Menschen mit dem Ort und den Ort mit dem Menschen, indem ich Bilder von Orten mit menschlichen Körpern in einem neuen Raum und mit neuen Bewegungen verschmelzen lasse.

Dabei sind die projizierten Bilder das Ergebnis einer ortsspezifischen fotografischen Recherche.

Der Ort gilt dabei als Spiegel aktueller gesellschaftlicher und historischer Geschehnisse. Er prägt sich auf und ein, in den menschlichen Körper, unsere Existenz und bestimmt unser Denken und Handeln mit. So beeinflusst er die Art und Weise wie wir uns fühlen.

In meiner Fotografie halte ich diese Sichtweise von Orten fest. Ich thematisiere die Verknüpfung und wechselseitige Beziehung von Identität und Umraum und konkretisiere diese in der digitalen Fotografie

 

In meinen künstlerischen Fotografien befrage ich das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Mich interessiert das Spannungsfeld von Innenraum und Außenraum, in dem sich Individualität unter der direkten Beeinflussung äußerer Einflüsse entwickelt. Sind wir so autonom, wie wir glauben?

Die genaue Beobachtung eines Ortes, seiner Eigenheiten und Spezialität dient mir als Grundlage für eine fotografisch-dokumentarische Recherche. Während dieser Recherche erforsche ich, was ein Stadtbild ausmacht und inwiefern dieses Stadtbild die Mentalität der Bewohner wiederspiegelt. Wo finden sich Überschneidungen der Menschen, ihrer Art zu denken, zu fühlen und zu handeln mit dem urbanen Raum? Kann dieser äußere Raum durch einen Menschen durchbrochen werden oder durchbricht eher der Raum das Sein jedes Einzelnen vor Ort?

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